Herkunft und Geschichte
Champagne R.H. Coutier ist in Ambonnay in der Montagne de Reims in der Champagne in Frankreich ansässig. Ambonnay ist als Grand Cru klassifiziert; dokumentierte Cuvées des Hauses tragen die Bezeichnung Champagne Grand Cru. Die Familie Coutier ist seit 1619 in Ambonnay ansässig und erzeugt seit fünf Generationen Champagne.
Weinberge und Bewirtschaftung
Das Weingut bewirtschaftet etwa 9 bis 9,3 Hektar in rund 40 Parzellen. Die überwiegend nach Süden und Südosten ausgerichteten Rebflächen liegen auf vorwiegend kalkhaltigen Böden mit Lehmanteilen. Die Expositionen schaffen ein wärmeres lokales Anbauklima als es für Nordfrankreich typisch ist. Der Chardonnay-Anteil umfasst etwa ein Drittel der Rebfläche, der übrige Bestand ist überwiegend mit Pinot Noir bepflanzt.
Henri Coutier pflanzte 1948 Chardonnay in Ambonnay, als der Ort vor allem mit Pinot Noir verbunden war. Die Umstellung auf ökologischen Weinbau begann 2020; die erste zertifizierte Bio-Ernte ist für 2023 dokumentiert.
Cuvées und Stil
Der dokumentierte Stil verbindet die für Pinot Noir aus Ambonnay beschriebene Fülle mit der Frische und Linearität des Chardonnay. Das Sortiment umfasst reinsortige Weine aus Pinot Noir oder Chardonnay sowie Cuvées aus beiden Rebsorten. Die nicht jahrgangsbezogene Cuvée Tradition ist ein Grand Cru aus Pinot Noir und Chardonnay; eine dokumentierte Zusammensetzung besteht aus 80 Prozent Pinot Noir und 20 Prozent Chardonnay. Hinzu kommt ein Blanc de Blancs Grand Cru aus 100 Prozent Chardonnay sowie ein Rosé Grand Cru mit einer dokumentierten Zusammensetzung von 85 Prozent Chardonnay und 15 Prozent Pinot Noir.
Einzellage La Pierre aux Larrons
La Pierre aux Larrons stammt aus einer 1948 bepflanzten Parzelle und wird aus 100 Prozent Chardonnay erzeugt. Die Einzellagenabfüllung reift vor der Abfüllung ein Jahr in Eichenfässern.