Lage und Einordnung
Steinkaul ist eine offiziell eingetragene Einzellage im Stadtgebiet von Bad Neuenahr-Ahrweiler im Ahrweiler Stadtteilbereich. Sie liegt im Raum Walporzheim/Ahrtal und gehört zur Großlage Klosterberg in der Ahr.
Gliederung und Böden
Die auch als Bachemer Steinkaul dokumentierte Weinlage besteht aus zwei Bereichen: einem westlich ausgerichteten Abschnitt entlang der L84 in Richtung Ramersbach und einem östlich ausgerichteten Abschnitt im Bachemer Tal. Eine Senke und Streuobstwiesen trennen die beiden Teile. Die Lage befindet sich auf etwa 100 bis 160 Metern Höhe; rund 75 Prozent gelten als steil, 25 Prozent als geneigt. Die Ausrichtungen reichen von Südost bis West.
Die Böden bestehen aus mittelschweren bis schweren Lösslehmen mit Terrassenschotter, Hangschuttlehm und örtlich Grauwacke.
Rebfläche und Rebsorten
Im Weinlagenverzeichnis 2024 sind für Steinkaul 9,8 Hektar bestockte Fläche verzeichnet. Eine Weinlagenbeschreibung nennt davon etwa 7 Hektar Spätburgunder, 1 Hektar Frühburgunder und 1 Hektar Portugieser. Bachem ist zudem mit einer ausgeprägten Frühburgunder-Tradition verbunden; Steinkaul zählt zu den dort dokumentierten Frühburgunderlagen.
Geschichte und Weinbau
Der historische Flurname Steinkaul ist in einer Quelle aus dem Jahr 1277 belegt. Für den steilen Bereich wird eine frühere Terrassierung für den Weinbau als wahrscheinlich eingeschätzt. Je nach Boden werden die Weine der Lage als fruchtiger oder auf lehmreichen Böden als voller beschrieben. Nach Angaben von Pollig & Schmidt werden die Weinberge, zu denen auch Parzellen in Steinkaul gehören, natürlich begrünt, ohne Herbizide bewirtschaftet und nach Möglichkeit ohne synthetische Pflanzenschutzmittel behandelt. Die Erträge werden je nach Jahrgang auf etwa 35 bis 50 Hektoliter pro Hektar begrenzt.