Lage und Einordnung
Steinchen, offiziell Langenlonsheimer Steinchen, ist eine eingetragene Einzellage im Gemeinde- und Katasterbezirk von Langenlonsheim in der Nahe. Die Lage gehört zum Bereich Nahetal und zur Großlage Schlosskapelle. Im Weinlagenverzeichnis 2024 trägt sie die Nummer 510366 und umfasst eine bestockte Fläche von 132,1 Hektar.
Gelände und Böden
Die Weinberge liegen etwa 120 bis 220 Meter über dem Meeresspiegel und reichen vom Guldenbach in Richtung Laubenheim. Die Parzellen weisen Hanglagen mit Ausrichtungen von Nord über Ost und Südost bis Süd auf. Dokumentiert sind Lehm, steiniger sandiger Lehm, Löss und Mergel sowie kies- und terrassenkiesreiche Anteile. Im Bereich des St.-Antonius-Wegs kommen stärker lösslehmhaltige Böden vor, am Lauerweg kiesreiche Tonböden und im südostexponierten Abschnitt Bergborn tiefe Ton-Lehm-Kies-Böden.
Rebsorten und Weinstile
In dokumentierten Steinchen-Parzellen werden unter anderem Weißburgunder, Grauburgunder, Auxerrois, Riesling, Silvaner, Gewürztraminer, Spätburgunder und St. Laurent angebaut. Kommerziell belegt sind außerdem Weine aus Scheurebe, Chardonnay, Bacchus, Morio-Muskat, Sauvignon Blanc und Muscaris. Die Weine reichen von trocken und feinherb bis zu den Prädikatsweinstufen Kabinett, Spätlese und Auslese.
Dokumentiertes Weinbeispiel
Eine 2023er Scheurebe Spätlese aus dem Langenlonsheimer Steinchen wurde als Qualitätswein mit Prädikat Spätlese ausgebaut. Sie weist 11,5 Prozent Alkohol, 6,3 Gramm Säure und 30,9 Gramm Restzucker je Liter auf. Beschrieben werden Aromen von schwarzer Johannisbeere, Pfirsich und Birne. Der Wein reifte im Edelstahl und wurde als Gutsabfüllung vermarktet.