Lage und Terroir
Die Weinlage Saalhäuser befindet sich in Bad Kösen, einem Stadtteil von Naumburg (Saale), in der Weinbauregion Saale-Unstrut. Sie liegt oberhalb der Saale nahe dem Landesweingut Kloster Pforta. Die Lage umfasst steile, nach Süden ausgerichtete Hänge entlang des Saaletals mit mäßig geneigten bis steilen Bereichen. Der Weinberg steht auf Muschelkalk; dokumentiert sind außerdem tiefgründige, skelettreiche und stark kalkhaltige Hangschuttböden. Für den Weinbau gelten die mikroklimatischen Bedingungen als günstig.
Bewirtschaftung und Rebsorten
Die derzeit dokumentierte Rebfläche beträgt etwa 9,6 Hektar; das Weinlagenverzeichnis 2024 weist 9,6315 Hektar aus. Bewirtschaftet wird die Lage vom Landesweingut Kloster Pforta. Angebaute Rebsorten sind Blauer Zweigelt, Riesling, Blauer Spätburgunder und Weißburgunder. Als Weine aus der Lage führt das Landesweingut trockenen Blauen Zweigelt und trockenen Weißburgunder.
Geschichte
Die Weinberge der Saalhäuser wurden erstmals 1378 in einem Schiedsvergleich zwischen Augustiner- und Zisterziensermönchen dokumentiert. Teile der Lage wurden in den 1830er-Jahren als Musterweinberge angelegt. 1899 richtete eine staatliche Weinbauverwaltung hier ihren Sitz ein, um die Reblaus zu bekämpfen und weinbauliche Forschung zu betreiben.
Entwicklung im 20. Jahrhundert
Etwa ein Jahrhundert nach der Anlage der Musterweinberge erwarb der Staat die Saalhäuser Weinberge. 1952 wurden ehemalige preußische Besitzungen im Volkseigenen Weingut Naumburg zusammengeführt.