Lage · Nahe

Osterberg

Lage und Einordnung

Osterberg ist eine offiziell eingetragene Einzellage im Binger Teilbereich und gehört zur Großlage St. Rochuskapelle. Sie liegt im Katasterbezirk Büdesheim von Bingen am Rhein. Im Weinlagenverzeichnis 2024 ist sie unter der Nummer 710606 mit einer bestockten Fläche von 11,9 Hektar erfasst.

Topografie und Böden

Das regionale Lagenprofil nennt eine Höhenlage von 160 bis 175 Metern und eine Ost- bis Südostausrichtung. Das von Weingut Riffel dokumentierte Osterberg-Parzellenstück liegt dagegen etwa 200 Meter hoch, ist nach Süden ausgerichtet und weist eine Hangneigung von rund 20 Prozent auf. Der Boden wird regional als Mergel und Pelosol aus kalkreichen tonigen Ablagerungen des Tertiärmeers beschrieben. In der Riffel-Parzelle kommen kalkhaltiger Tonmergel und Flussgerölle eines alten Nahe-Flussbetts vor; das Ausgangsgestein bildet Quarzit.

Historischer Bezug

Osterberg ist im 12. Jahrhundert unter der Bezeichnung „im Osterberg“ dokumentiert. Der Name verweist auf die östliche Lage im Verhältnis zu Büdesheim. Ein zur Rochuskapelle gehörender Weinberg wurde 1788 vom Binger Stadtrat versteigert.

Wein und Bewirtschaftung

Das regionale Terroirprofil verbindet Osterberg-Weine mit vollem Körper, dichter Textur, moderater Säure und ausgeprägter reifer Frucht. Der von Weingut Riffel dokumentierte trockene Riesling aus dem Jahrgang 2024 besteht zu 100 Prozent aus Riesling und zeigt Apfel-, Limetten-, weißer-Grapefruit- und Kräuternoten bei cremiger Textur. Die 2017 bepflanzten Reben wurden von Hand gelesen; der Wein vergor mit natürlichen Hefen im traditionellen deutschen Stückfass und reifte auf der Vollhefe. Weingut Riffel führt seine Binger-Osterberg-Weine als Grosse Lage.

Anbaugebiet
Nahe

Ausgewählte Weine

Wein aus Deutschland