Lage · Nahe

Narrenkappe

Lage und Einordnung

Narrenkappe ist eine amtlich gelistete Einzellage in Bad Kreuznach in der Weinbauregion Nahe. Der Weinberg liegt nördlich der Stadt auf einem kleinen Höhenrücken in etwa 200 Metern Höhe und umfasst laut Weinlagenregister 29,1 Hektar bestockte Rebfläche.

Relief und Klima

Die nach Südwesten bis Süden ausgerichteten Hänge weisen etwa 5 bis 30 Prozent Gefälle auf. Die Lage fällt überwiegend sanft nach Süden ab; einzelne Parzellen befinden sich nahe dem Kamm. Kammnahe Flächen erhalten abends und nachts Abkühlung, während die südliche Ausrichtung die Ausreife unterstützt. Die Lage wird zudem als vor Nordwinden geschützt beschrieben.

Boden und Namensgeschichte

Der geologische Untergrund wird dem Oberrotliegenden zugeordnet. Beschrieben werden roter, schwach verfestigter Sandstein mit Lössauflage sowie kiesiger und feinsandiger Hangschutt; im Unterboden kommen teilweise Kies und Steine vor. Der Name ist seit 1684 belegt und wird auf „Norr“ oder „Narr“ für eine trockene beziehungsweise unfruchtbare Kies- und Steinfläche sowie auf „Kappe“ oder „Kuppe“ für eine Anhöhe zurückgeführt.

Rebsorten und Weine

Riesling ist die wichtigste dokumentierte Rebsorte. Außerdem sind Sauvignon Blanc aus einer Produzentenparzelle und Scheurebe für die Lage belegt. Dokumentierte Weine umfassen trockene Rieslinge sowie Kabinett-, Spätlese- und Ausleseweine. Beschreibungen nennen reife Frucht, frische Säure und mineralische oder steinige Noten. Bei einzelnen Weinen sind unter anderem Handlese, reduzierte Erträge, Maischestandzeit, Vergärung mit weinbergseigenen Hefen, Hefelager und Ausbau im Edelstahltank dokumentiert.

Anbaugebiet
Nahe

Ausgewählte Weine

Wein aus Deutschland