Lage und Ausdehnung
Der Escherndorfer Lump ist eine Weinbergslage in Escherndorf innerhalb der fränkischen Weinbauregion Franken. Die Weinberge bilden einen weiten Bogen um den Ort und öffnen sich zum Maintal. Die örtliche Beschreibung nennt eine Gesamtfläche von etwa 25 Hektar; als klassifizierte Fläche führt der VDP 9,88 Hektar.
Relief und Klima
Die klassifizierte Lage ist nach Süden bis Süd-Südost ausgerichtet, liegt auf etwa 190 bis 270 Metern Höhe und weist Hangneigungen von 45 bis 75 Prozent auf. Die konkave, amphitheaterartige Form schützt vor kalten Winden aus Norden und Osten und bündelt die Sonneneinstrahlung an den Südhängen. Messungen der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft weisen während der Reifezeit auf eine höhere Strahlungsexposition als bei benachbarten ost- oder nordausgerichteten Lagen hin.
Boden und Bewirtschaftung
Der klassifizierte Bereich steht auf Oberem Muschelkalk. Die örtlich beschriebenen Böden entwickelten sich aus stark verwittertem Muschelkalk und enthalten einen hohen Anteil an Gesteinsfragmenten. Der Lump wird als Steillagenweinberg bewirtschaftet; die steilsten Abschnitte erreichen laut örtlicher Beschreibung bis zu 70 Grad.
Rebsorten und Einordnung
Für den Escherndorfer Lump sind unter anderem Silvaner, Riesling, Weißburgunder, Scheurebe, Rieslaner, Müller-Thurgau, Gelber Muskateller, Sauvignon Blanc, Traminer und Spätburgunder klassifiziert. Beschreibungen verbinden Weine aus der Lage mit ausgeprägter Säure sowie konzentrierten, rauchigen Fruchtmerkmalen. Der VDP führt den Escherndorfer Lump als VDP.ERSTE LAGE® in Franken. Die Bezeichnung „Am Lumpen“ ist bereits in einer Güter- und Ordnungsbeschreibung von 1655 dokumentiert; heute trägt ein abgegrenztes VDP.GROSSE-LAGE®-Parzellenstück innerhalb des Escherndorfer Lumpen den Namen AM LUMPEN 1655.