Lage und Topografie
Der Löhrer Berg ist eine Weinbergslage in Langenlonsheim an der Nahe. Die süd- bis süd-südostexponierte Lage erstreckt sich je nach Beschreibung von etwa 110 bis 200 beziehungsweise 220 Metern über dem Meeresspiegel. Sie wird als Hang- oder Steillage mit einem Gefälle von 20 bis 50 Prozent beschrieben.
Klima und Böden
Die Südausrichtung, starke Sonneneinstrahlung, die Wärmespeicherung und nahegelegene Waldflächen werden mit einem für die Traubenreife günstigen lokalen Klima verbunden. Zahlreiche Quellen sorgen für eine verlässliche Wasserversorgung; Wald und Nachtwinde werden zudem als Einflüsse auf Frische und Säure genannt.
Die Böden werden als Lehm und Ton mit Fluss- oder Terrassenschotter, als steiniger Sand-Lehm sowie als lehmiger Ton beschrieben. Einzelne Parzellen weisen kalkhaltigen Ton beziehungsweise Mergel und Tonmergel am Rand des Mainzer Beckens auf. Der Schotter besteht aus gerundeten Flusssteinen, die mit Lehm und Löss verbunden sind.
Geschichte und Rebsorten
Die erste dokumentierte Bepflanzung des Löhrer Bergs erfolgte 1688 ausschließlich mit Riesling. Der Name wird in den veröffentlichten Lagenbeschreibungen als „leerer Berg“ oder „leerer Hügel“ erklärt. Neben Riesling sind für die Lage oder einzelne Erzeugerparzellen Spätburgunder, Grauburgunder, Silvaner und Weißburgunder dokumentiert.
Ein Erzeuger setzt in seinen Parzellen wiederholte Einsaaten von Begrünungen ein, um Bodenstruktur und Bodenklima zu verbessern.
Weinstil und Ausbau
Dokumentierte Rieslinge aus dem Löhrer Berg werden trocken oder feinherb ausgebaut. Beschreibungen nennen Apfel, Zitrus, Limette, Steinfrucht sowie mineralische oder erdige Noten, verbunden mit frischer Säure und teilweise seidiger Textur. Belegt sind Qualitätswein b.A. Nahe beziehungsweise QbA sowie Gutsabfüllungen.
Für eine Riesling Spätlese ist eine temperaturkontrollierte Gärung im Edelstahl mit Reinzuchthefen dokumentiert. Der Jahrgang 2024 eines weiteren Erzeugers wurde im Edelstahl ausgebaut.