Geografie und Landschaft
Das Weinbaugebiet Rhône bildet einen Korridor von Norden nach Süden entlang der Rhône zwischen Vienne und Avignon. Es liegt in Frankreich und erstreckt sich über sechs Départements. Im Norden prägen abrupte, steile Hänge den Weinbau, die in sanftere Hänge und Terrassen übergehen. Der Süden umfasst ausgedehnte Ebenen sowie Hügel und Terrassen.
Klima und Böden
Im südlichen Rhônetal herrscht mediterranes Klima mit heißen, trockenen Sommern, meist geringen Niederschlägen, milden Wintern und gelegentlich heftigen Gewittern. Der trockene Nordwind Mistral kann die Reben nach Niederschlägen abtrocknen. Die Böden reichen im Norden von Lehm, Steinen und Granit bis zu Schiefer und Kalkstein; im Süden kommen unter anderem Sand, Mergel, gerundete Kiesel, Schotter und kalkhaltiger Lehm vor.
Reben und Weinbau
Im Norden ist Syrah die wichtigste rote Rebsorte, während Viognier und Marsanne zu den prägenden weißen Sorten zählen. Im Süden werden für Rotweine häufig Grenache noir, Syrah, Mourvèdre, Carignan und Cinsault verwendet. Zu den verbreiteten weißen Sorten gehören Grenache blanc, Clairette, Marsanne, Roussanne, Bourboulenc und Viognier. Das Appellationssystem des Rhônetals führt insgesamt 37 zugelassene Rebsorten. An steilen Hängen ermöglichen Terrassen den Weinbau.
Weinstile und Geschichte
Die Appellationen des Rhônetals erzeugen trockene Rot-, Rosé- und Weißweine sowie in bestimmten Appellationen Schaumweine und natürlich süße Weine. Côtes-du-Rhône-Rotweine werden als fruchtig und großzügig beschrieben, Rosés als fruchtig und floral, Weißweine als floral und rund. Der Weinbau im nördlichen Rhônetal entwickelte sich im ersten Jahrhundert nach Christus. Die heutige Appellationsordnung wurde unter anderem durch Joseph Capus und Baron Le Roy geprägt. Côtes du Rhône ist als AOC und AOP geschützt; die Vorgaben regeln Herkunft, Rebsorten und Produktionsmethoden.