Anbaugebiet · Deutschland

Mosel

Lage und Landschaft

Das Weinbaugebiet Mosel folgt der Mosel von Perl bis Koblenz und umfasst auch Weinlagen an den Nebenflüssen Saar und Ruwer. Es gehört zu den 13 deutschen Anbaugebieten für Qualitätswein. Die Weinberge liegen in Flusstälern und an steilen Hängen zwischen Hunsrück und Eifel.

Steillagen und Böden

Ausgedehnte Steil- und Terrassenlagen prägen die Region; Hänge mit mehr als 30 Prozent gelten als Steillagen. Der zwischen Bremm und Ediger-Eller gelegene Calmont erreicht Neigungen von etwa 60 bis 68 Grad. In vielen Steillagen ist Devonschiefer charakteristisch. Daneben kommen Grauwacke, Tonschiefer, sandige und kiesige Talböden sowie Muschelkalk an der Obermosel vor.

Klima und Rebsorten

Geschützte Flusstäler sorgen für ein warmes Anbauklima. Die Mosel speichert Sonnenwärme und gibt sie nach Sonnenuntergang wieder ab. Riesling ist die führende Rebsorte; weitere wichtige Sorten sind Müller-Thurgau, Elbling, Weißburgunder und Spätburgunder. Elbling ist besonders mit der Obermosel verbunden und wird für trockene und schäumende Weine verwendet.

Weine und Weinbau

Die Mosel erzeugt trockene, feinherbe, fruchtige und edelsüße Weine sowie Qualitätsschaumweine und Perlweine. Rieslinge werden als feinfruchtig, mineralisch, elegant und vergleichsweise alkoholmoderate Weine beschrieben. In den steilsten und terrassierten Lagen erfolgen Pflege und Lese meist von Hand. Trockenmauern stützen dort die Terrassen. Der großflächige Weinbau an der Mosel wurde durch römische Siedler eingeführt; archäologische Funde umfassen römische Kelteranlagen.

Ausgewählte Weine

Wein aus dem Anbaugebiet Mosel