Lage und Landschaft
Wintrich ist eine Gemeinde im Moseltal am rechten Ufer der Mosel. Das Tal weitet sich hier zu einer Landschaft aus flachen Uferhängen und ehemaligen Flussschleifen. Der Ort liegt auf etwa 140 Metern Höhe, während die Hochflächen der Gemeinde von rund 200 bis 500 Metern ansteigen.
Die Eifel schützt Wintrich vor westlichen Winden. Mögliche Föhnwirkungen, ein begrenzter Luftaustausch und das insgesamt nahezu mediterrane Klima prägen die klimatischen Bedingungen. In den Hochflächen überwiegt unterdevonischer Hunsrückschiefer mit Quarzit- und Grauwackeeinlagerungen.
Weinbau und Weinlagen
Weinbau ist in den Lagen Geierslay, Ohligsberg und Stefanslay dokumentiert. Mit Wintrich wird außerdem die Lage Großer Herrgott besonders verbunden. Riesling ist in Geierslay, Großer Herrgott und Ohligsberg belegt; im Großen Herrgott sind außerdem Rivaner, Kerner sowie Burgunder- und andere rote Rebsorten dokumentiert.
Der Ohligsberg liegt unmittelbar an der Mosel, ist überwiegend westlich ausgerichtet und weist 40 bis 80 Prozent steile Hänge auf. Die steilsten Bereiche werden manuell bewirtschaftet. Die Lage ist als VDP.GROSSE LAGE® mit Riesling als klassifizierter Rebsorte geführt. Der Große Herrgott wird mit fruchtigen, mineralischen Weinen aus Schieferböden verbunden.
Geschichtliche Bezüge
Wintrich wurde nach der historischen Darstellung der Gemeinde erstmals im Jahr 960 urkundlich erwähnt. Die großflächige Einführung des Weinbaus wird den Römern zugeschrieben. Das Gut Geierslay war früher ein Klostergut der Abtei Himmerod und ist erstmals für das Jahr 1254 belegt.