Lage und Landschaft
Weilheim an der Teck liegt am nördlichen Rand der Schwäbischen Alb in den Vorlandbereichen Baden-Württembergs und gehört zu Württemberg. Der Limburg ist der markante Hausberg der Stadt und trägt an seinen Hängen Weinberge. Eine offiziell vermessene Rebe steht dort auf 531,96 Metern über dem Meeresspiegel; die Stadt bezeichnet dies als die höchste Weinberglage Württembergs.
Vulkanischer Untergrund
Der Limburg ist eine vulkanische Landschaftsform aus widerstandsfähigem Basalttuff, die mit früherer vulkanischer Tätigkeit verbunden ist. Am Fuß des Berges vermischen sich vulkanische Asche und schwerer Lehm. Diese Bodenverbindung wird von der Stadt als günstig für den Rebenanbau beschrieben. Limburg und Egelsberg gelten als vulkanische Durchbrüche unter Weinbergen im Albvorland.
Weinbau in Weilheim
Auf dem Limburg ist Weinbau dokumentiert; die Trauben werden für Neuffener Täleswein verwendet. Zum örtlichen Weinbau zählt auch der Weinberg Schlosssteige. Die Arbeiten erfolgen überwiegend kleinflächig durch organisierte private Weinbergbesitzer und umfassen manuelle Pflege. Angebaut werden unter anderem Kerner, Silvaner, Spätburgunder, Riesling, Müller-Thurgau, Acolon, Dornfelder, Zweigelt, Regent, Souvignier Gris und Prior. Kerner überwiegt bei den weißen, Spätburgunder bei den roten Sorten.
Geschichtlicher Rahmen
Die erste schriftliche Erwähnung Weilheims stammt aus dem Jahr 769 und findet sich in einer Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch. In der historischen ländlichen Stadt prägten Landwirtschaft, Weinbau und Handwerk das Leben. Silvaner ist für die höchstgelegenen Reben am Limburg belegt und wird für den weißen Bertoldswein aus Weilheimer Trauben verwendet.