Lage und Landschaft
Wasserlos ist ein Stadtteil von Alzenau im Landkreis Aschaffenburg in Bayern. Der Ort liegt südlich von Alzenau am Westhang des Hahnenkamms auf etwa 150 Metern Höhe. Alzenau und damit auch Wasserlos befinden sich am Übergang zwischen den Ausläufern des Spessarts und der Mainaue nahe der hessischen Grenze in Franken.
Weinbau und Böden
Das örtliche Klima gilt als besonders mild und eignet sich für den Weinbau. Die Weinberge liegen an Hanglagen und werden als Steillagen beschrieben. Ihre Böden stehen mit verwittertem kristallinem Gestein wie Gneis, Granit, Glimmerschiefer und Quarzit in Verbindung; quarzhaltige Böden beeinflussen dabei die Reben.
Weinlagen und Geschichte
Die dokumentierten Weinlagen von Wasserlos sind Schloßberg und Luhmännchen. Der Weinbau ist seit 1282 belegt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kam er infolge von Rebenkrankheiten und Schädlingen vollständig zum Erliegen. In den 1950er-Jahren wurden kleinere Parzellen neu bepflanzt, anschließend nahmen örtliche Landwirte den Anbau schrittweise wieder auf. Die Weinberge befinden sich in privatem Besitz und werden privat bewirtschaftet.
Rebsorten und Einordnung
Für die Weinbaugebiete Alzenaus einschließlich Wasserlos werden unter anderem Müller-Thurgau, Riesling, Bacchus, Kerner und Burgundersorten bei den weißen sowie Spätburgunder, Schwarzriesling und Domina bei den roten Rebsorten genannt. Ein dokumentiertes Beispiel vom Wasserloser Schloßberg ist eine trockene Riesling Auslese. Das Weinbergsregister ordnet Schloßberg und Luhmännchen dem geschützten Weinbaugebiet Franken, Bereich Alzenauer Weinregion, zu; beide sind als großlagenfrei eingetragen.