Lage am Bodensee
Wasserburg (Bodensee) ist eine Gemeinde im bayerischen Landkreis Lindau am nördlichen Ufer des Bodensees. Die Weinflächen gehören administrativ zum bayerischen Bodensee-Sektor des Weinbaugebiets Württemberg.
Weinlagen und Landschaft
Zu den dokumentierten Weinlagen zählen die Spitalhalde in Wasserburg sowie die Weinhalde in den Gemeindeteilen Hattnau und Hege. Die Rebflächen liegen auf ehemaligen Seeterrassen und im welligen Hügelland des Westallgäus, eingebettet in eine von Weinbergen und Obstgärten geprägte Landschaft am Bodensee.
Klima und Böden
Der Bodensee speichert Wärme und beeinflusst die Weinberge durch tägliche See- und Landwinde. Zusätzlich wirkt der alpine Föhn über das Rheintal und fördert die rasche Abtrocknung der Reben. Das Gebiet erhält bis zu etwa 1.200 Millimeter Niederschlag pro Jahr. Die Böden sind von fruchtbaren glazialen Verwitterungsböden sowie regional von Terrassenschottern und Ablagerungen ehemaliger Gletscherlandschaften geprägt.
Weinbau und Geschichte
Im Bayerischen Bodensee werden Weiß-, Rot- und Roséweine sowie Blanc de Noirs und Rotling erzeugt. Die Weißweine werden als feinstrukturiert und mineralisch mit guter Säure beschrieben, die Rotweine als feinfruchtig mit weicher Struktur und zurückhaltenden Tanninen. Die geschützte geografische Angabe Bayerischer Bodensee-Landwein ist seit Dezember 1983 eingetragen; der zulässige Höchstertrag beträgt 110 Hektoliter je Hektar. Der Weinbau in Wasserburg wurde während der schwedischen Invasion und der damit verbundenen Zerstörungen von 1647 im Dreißigjährigen Krieg nahezu vollständig vernichtet.