Lage und Klima
Veitshöchheim liegt am Main in Franken, etwa 8 Kilometer nordwestlich von Würzburg. Die Wetterstation weist eine langjährige mittlere Temperatur von 9,1 °C, 638 Millimeter Jahresniederschlag und rund 1.565 Sonnenstunden pro Jahr aus. Der Standort gilt als sommertrocken und weist eine negative saisonale Wasserbilanz auf.
Weinlagen und Geschichte
Zum Weinbaugebiet gehören die Lagen Veitshöchheimer Sonnenschein und Veitshöchheimer Wölflein. Zusammen umfassen sie derzeit etwa 20 Hektar. Der Weinbau ist seit 779 dokumentiert; 1830 erstreckten sich die Rebflächen in und um Veitshöchheim noch über rund 185 Hektar. Die Bezeichnung Sonnenschein entwickelte sich aus den früheren Anbaugebieten Talsberg und Fachtel, während Wölflein auf einen örtlichen Flurnamen zurückgeht.
Böden und Rebflächen
Der Veitshöchheimer Sonnenschein ist nach dem Lagenprofil durch eine West- bis Südwestexposition, 180 bis 250 Meter Höhe und Hangneigungen von 35 bis 55 Prozent geprägt. Als Boden ist skelettreicher Unterer Muschelkalk angegeben. Für die klassifizierte Fläche von 7,91 Hektar wird Spätburgunder als Rebsorte genannt.
Rebsorten und Weinbau
Aus den Veitshöchheimer Weinlagen sind Müller-Thurgau, Riesling, Silvaner, Bacchus, Rotling und Spätburgunder dokumentiert. Die Beispiele umfassen Kabinett- und Qualitätsweine in trockenen und feinherben Ausprägungen. Am Wölflein wurden zudem Versuche zum Rebschnitt, zu Frostschäden und zur Unkrautregulierung durchgeführt. Dabei verzögerte ein doppelter Rebschnitt den Austrieb, und in den ökologisch bewirtschafteten Rebflächen wird mechanische Unkrautkontrolle ohne Glyphosat eingesetzt.