Lage an der Nahe
Schloßböckelheim ist eine Gemeinde im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz und liegt im Weinbaugebiet Nahe. Die rund 477 Hektar große Gemarkung erstreckt sich entlang der Nahe, die einen großen Teil der südlichen Gemeindegrenze bildet.
Landschaft und Geologie
Die Gemeinde liegt im Unteren Naheland am Übergang zur Sobernheimer Talweitung und zu den Porphyrhöhen von Bad Münster am Stein. Das Nahetal befindet sich auf etwa 125 Metern Höhe, während der Heimberg mit 303 Metern den höchsten Punkt bildet. Steile Hänge, kleinere Täler und deutliche Reliefunterschiede prägen die Landschaft; zu den markanten Erhebungen zählen Schloßberg, Gangelsberg und Lemberg. Vulkanische Gesteinsformationen und die Schloßböckelheimer Heide gehören zu den geologischen Besonderheiten.
Weinbau und Weinlagen
Der Weinbau ist in Schloßböckelheim seit dem Jahr 1128 belegt. Die Kupfergrube entstand ab 1901 auf einem früheren Kupferabbaugelände; nach der Terrassierung wurden dort 1903 die ersten Rieslingreben gepflanzt. Die VDP.GROSSE LAGE Kupfergrube besitzt vulkanische Porphyr- und verwitterte Melaphyrböden, Süd- bis Südwestexposition und Hangneigungen von 30 bis 70 Prozent. Der Felsenberg ist ebenfalls eine süd- bis südwestexponierte Vulkanlage mit Melaphyr und Porphyr und wird ausschließlich mit Riesling bepflanzt. Beide Lagen werden als VDP.GROSSE LAGE geführt und durch dokumentierte VDP-Weingüter mit Riesling GG vertreten.
Ortsgeschichte
Die älteste dokumentierte Namensform ist „uilla Beccchilenheim“ aus dem Jahr 824. Im 17. Jahrhundert setzte sich der Name Schloßböckelheim durch, den die Gemeinde 1910 offiziell annahm. Eine Kupfergrube-Riesling-Trockenbeerenauslese aus dem Jahr 1921 erreichte 308 Grad Öchsle.