Lage und Landschaft
Obernbreit liegt in Franken im Tal des Breitbachs. Der Breitbach fließt durch den Ort und mündet im benachbarten Marktbreit in den Main. Die Gemeinde gehört zur Naturraumgruppe Mainfränkische Platten und zur Einheit Ochsenfurter- und Gollachgau.
Relief und Geologie
Das Gemeindegebiet reicht von etwa 195 Metern über dem Meeresspiegel im Breitbachtal bis auf mehr als 270 Meter in den nördlichen und südlichen Hochflächen. Der Ort selbst liegt auf ungefähr 202 Metern. Geologisch treten Oberer Muschelkalk und Unterer Keuper aus der Trias auf; stellenweise werden die Keuperhochflächen von Löss und Lösslehm überlagert.
Weinbaugeschichte
Der Weinbau in Obernbreit ist seit dem 13. oder 14. Jahrhundert belegt. Während der Zeit der Ansbach-Brandenburgischen Markgrafen wurden an den Hängen der Obernbreiter Gemarkung mehr als 100 Hektar Rebfläche verzeichnet. Bis 1940 war die Rebfläche infolge geringer Erträge, Rebenkrankheiten, der Reblaus und einer schwachen Marktnachfrage auf etwa 15,5 Hektar zurückgegangen.
Obernbreiter Kanzel
Die Wiederaufrebung begann 1978 mit einer 0,7 Hektar großen Pflanzung. In den Jahren 1982, 1983 und 1990 entstand abschnittsweise die zusammenhängende Weinbergsanlage Kanzel mit 24,4 Hektar. Dort gibt es einen von der örtlichen Winzervereinigung angelegten Rebsortenlehrpfad. Im amtlichen bayerischen Weinbergsverzeichnis ist Kanzel als Weinbergslagenname von Obernbreit im Bereich MainSüden und in der Großlage Hofrat eingetragen.