Lage und Landschaft
Mönchstockheim ist ein Ortsteil der Gemeinde Sulzheim im Landkreis Schweinfurt in Bayern. Das Dorf liegt im Steigerwaldvorland, das auch als Gerolzhofener Gäu bezeichnet wird. Der Unkenbach verläuft am nördlichen Ortsrand, während der Seewiesenbach ein südliches Bachtal bildet. Die Landschaft ist sanft wellig und weist zwischen Höhenrücken und Tälern nur geringe Höhenunterschiede auf.
Klima und Böden
Für Mönchstockheim wird ein im Vergleich zu bayerischen Durchschnittswerten ungewöhnlich trockenes und warmes Klima beschrieben. Die jährliche Niederschlagsmenge liegt bei etwa 600 Millimetern beziehungsweise etwas darüber. Die mittleren Temperaturen betragen ungefähr −2 bis −1 °C im Januar, 16 bis 17 °C im Juli und 8 °C im Jahresmittel. In der Umgebung kommen unter anderem sandige bis sehr sandige Lehme, tonige Lehme und tiefgründige Braunböden vor; in den Talbereichen finden sich wasserbeeinflusste Böden wie Gleye und moorartige Böden.
Weinbau
Im Weinbergsregister sind für Mönchstockheim die Einzellagen Mönchberg und Köhler verzeichnet. Beide gehören zum Bereich Weinpanorama Steigerwald. Einige Erzeuger bauen im Mönchstockheimer Gemarkungsgebiet weiterhin fränkischen Wein an, der von der Gemeinde als kräuterbetont und würzig charakterisiert wird.
Historische Entwicklung
Mönchstockheim gehörte von 1283 bis zur Säkularisation des Zisterzienserklosters im Jahr 1803 zum Besitz des Klosters Ebrach. Ebracher Mönche legten südlich der Straße nach Donnersdorf einen 48 Morgen großen Weinberg an, der 1793 an die Einwohner übertragen wurde und bis 1850 zu Ackerland geworden war. Ein nördlich der Straßenkreuzung gelegener Weinberg blieb in Bewirtschaftung und wurde historisch Herrnwingert genannt. Am 1. Mai 1978 wurde Mönchstockheim Teil der Gemeinde Sulzheim.