Ort · Franken

Mömlingen

Lage und Naturraum

Mömlingen liegt im Mömlingtal nahe der bayerisch-hessischen Grenze und ist von den bewaldeten Höhen des nördlichen Odenwalds umgeben. Die Gemeinde gehört zum Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald. Das Mömlinger Hügelland und der Niedernberger Wald erreichen rund 300 Meter Höhe; die Landschaft umfasst Talböden, Unterhänge und steilere Hanglagen.

Klima und Böden

Die Umgebung bildet einen klimatischen Übergang vom kühlen, feuchten und bewaldeten Odenwald zur klimatisch begünstigten Untermainebene und zum Reinheimer Hügelland. Für den Zeitraum 1991 bis 2020 werden etwa 800 Millimeter Jahresniederschlag, eine Jahresmitteltemperatur von 10 °C und rund 1.350 bis 1.449 Sonnenstunden pro Jahr angegeben. Über dem Unteren Buntsandstein kommen Löss und lössbeeinflusste Böden vor, während die Täler von lehmigen bis schluffigen Auenablagerungen und grundwasserbeeinflussten Böden geprägt sind.

Weinbau und Geologie

Mömlingen liegt im Sandstein-Odenwald mit ausgedehnten Aufschlüssen des Unteren Buntsandsteins. Der ehemalige Steinbruch Königswald östlich des Ortes ist als Geotop des Unteren Buntsandsteins erfasst. An steileren Hängen gibt es kleinere Weinberge neben Streuobstwiesen, Magerrasen und Hecken. Die Einzellage Orlis ist seit dem 1. April 2014 im Weinbergsregister Unterfranken eingetragen und gehört im Qualitätsweinbaugebiet Franken zum Bereich Mainviereck.

Geschichte

Die älteste mit Mömlingen verbundene schriftliche Bezeichnung ist Miminingen in einer Fuldaer Urkunde, die von der historischen Forschung auf etwa 780 bis 817 datiert wird. Daran erinnerte die Gemeinde 2017 mit einer 1.200-Jahr-Feier. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert war der Sandsteinabbau ein wichtiger Beschäftigungszweig; Mömlinger Sandstein wurde in Gebäuden der näheren und weiteren Umgebung verwendet.

Ausgewählte Weine

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