Lage und Weinbau
Mesenich ist ein Weindorf direkt an der Mosel im Weinbaugebiet Mosel in Rheinland-Pfalz. Die Weinberge umfassen rund 100 Hektar und werden von mehreren Winzern bewirtschaftet. Sie gehören zum Anbaugebiet Mosel und zur Großlage Rosenhang. Die Einzellagen Abteiberg, Deuslay und Goldgrübchen sind Mesenich zugeordnet.
Lagen und Böden
Ein Teil der Weinberge liegt an steilen Hängen: Bei einem Mesenicher Weinbaubetrieb bestehen etwa zwei Drittel einer drei Hektar großen Rebfläche aus Steillagen mit Neigungen bis zu 60 Prozent. Das Goldgrübchen ist eine steile, südwestlich ausgerichtete Lage. Die Böden umfassen devonisches Verwitterungsmaterial in roten, blauen und gelben Ausprägungen; in flacheren Parzellen kommen tiefe Sand- und Lehmböden vor. Im Goldgrübchen ist neben dem für diesen Moselabschnitt typischen Schiefer ein vergleichsweise hoher Quarzitanteil dokumentiert.
Klima und Rebsorten
Das Moselklima gilt als kühl, wobei der Fluss die Temperaturen ausgleicht. Steile, nach Süden ausgerichtete Hänge können im Sommer viel Wärme aufnehmen und eine lange Reifezeit der Trauben ermöglichen. Auf den steilen Lagen mit devonischem Verwitterungsboden wird vor allem Riesling angebaut. Auf flacheren Flächen sind Dornfelder, Spätburgunder und Weißburgunder dokumentiert.
Historischer Hintergrund
Mesenich steht um 1050 im Zusammenhang mit einer Schenkung an die Abtei Brauweiler. Die Pfarrkirche ist in einer Trierer Bischofsurkunde vom 18. November 1088 belegt. Historisch prägten Weinbau, Landwirtschaft zur Selbstversorgung und Bootsbau die wirtschaftlichen Tätigkeiten des Ortes. Große Steinhaufen in den Weinbergen führten zum Ortsbeinamen Steinreichskäpp.