Lage und Landschaft
Kirrweiler liegt in der Pfalz am Übergang von den Ausläufern der Haardt zur Rheinebene. Die Weinberge erstrecken sich in leicht hügeligem Gelände rund um das Kropsbachtal. Die Lage an den Haardtausläufern wird als klimatisch günstig für den Weinbau beschrieben.
Weinbau und Böden
Das Gemeindegebiet umfasst 1.430 Hektar, davon 614 Hektar Rebfläche. Etwa 84 Prozent der Pflanzungen entfallen auf weiße Rebsorten; auch der Anbau roter Sorten ist etabliert. Die Böden der Kirrweiler Lagen sind überwiegend von Löss und Lehm geprägt, teilweise von schwerem Lösslehm. Für diese Bedingungen werden unter anderem Weißer Burgunder und St. Laurent genannt.
Kirrweilerer Weinlagen
Das Weinlagenverzeichnis 2024 führt die Einzellagen Mandelberg, Oberschloß und Römerweg in der Großlage Mandelhöhe. Die Rebflächen umfassen dort 203,8 Hektar im Mandelberg, 170,8 Hektar im Oberschloß und 208,7 Hektar im Römerweg.
Geschichte
Kirrweiler wurde erstmals 1201 urkundlich erwähnt und war 1431 Sitz eines weltlichen Verwaltungsbezirks des Fürstbistums Speyer. Das Fürstbistum unterhielt hier eine Residenz und ein Verwaltungszentrum; die zugehörige Wasserburg wurde während der Französischen Revolution zerstört. Zum historischen Schlössel gehört ein 1505 errichteter Zehntkeller, in dem Weinzehnten aus den Verwaltungsbezirken des Fürstbistums abgeliefert wurden.