Lage und Weinlandschaft
Hüttenheim ist eine Weinortschaft im südlichen Steigerwald der fränkischen Weinregion und gehört zur Weinlandschaft Weinparadies Franken. Die Weinberge liegen in einem relativ trockenen, warmen Gebiet mit etwa 550 bis 650 Millimetern mittlerem Jahresniederschlag und Durchschnittstemperaturen von 8 bis 9 °C. Hüttenheim liegt innerhalb des gesetzlich abgegrenzten Qualitätsweinanbaugebiets Franken.
Der Hüttenheimer Tannenberg
Die Weinlagen rund um den Tannenberg umfassen sowohl Hochflächen als auch Hangbereiche. Der Hüttenheimer Tannenberg verfügt über rund 75 Hektar Rebfläche. Seine nährstoffreichen und mineralhaltigen Böden werden dem Gipskeuper zugeordnet. Der Weinbau in Hüttenheim ist seit 1199 dokumentiert.
Rebsorten und Weinprofil
Müller-Thurgau und Silvaner sind die wichtigsten Rebsorten am Hüttenheimer Tannenberg. Außerdem werden unter anderem Riesling, Bacchus, Scheurebe, Johanniter, Burgundersorten, Domina, Dornfelder und Spätburgunder angebaut. Die Weine aus den Gipskeuperböden des südlichen Steigerwalds werden als kraftvoll, extraktreich und mineralisch beschrieben.
Geschichte und Weinbau
Historisch wurde Wein in den Kellern unter den Kirchengebäuden der befestigten Kirchenanlage von Hüttenheim gelagert. Am Tannenberg entstand 1818 ein jüdischer Friedhof, der die historische Präsenz einer jüdischen Gemeinde in der Weinbergslandschaft dokumentiert. Mindestens ein Weinbaubetrieb am Hüttenheimer Tannenberg arbeitet nach den Standards des ökologischen Landbaus und pflegt Steillagen.