Lage und Naturraum
Gimbsheim ist eine 17,62 km² große Gemeinde im Landkreis Alzey-Worms in Rheinland-Pfalz und gehört zur Weinregion Rheinhessen. An die Gemeinde grenzt der 160 Hektar große Gimbsheimer Altrhein, der seit 1977 als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist.
Weinlagen und Böden
Der Weinbau zählt zu den historisch bedeutenden landwirtschaftlichen Tätigkeiten in Gimbsheim. Die qualitätsorientierten Weinlagen Gimbsheimer Sonnenweg und Gimbsheimer Liebfrauenthal liegen auf 85 bis 90 Metern Höhe und gehören zur Großlage Krötenbrunnen im Bereich Nierstein des Anbaugebiets Rheinhessen.
Beide Lagen weisen Sand-Rigosol-Böden aus eiszeitlichen, kalkhaltigen Windablagerungen auf. Der Sonnenweg ist durch tiefgründige, kalkreiche und gut durchlüftete Böden geprägt; im Liebfrauenthal werden die Böden als tiefgründig, schluffig-sandig, nährstoffreich und kalkhaltig beschrieben. Der Name Sonnenweg verweist auf die südliche Ausrichtung der Lage.
Weinstil
Für den Sonnenweg werden fruchtbetonte Weine mit vergleichsweise milder Säure und dichter Struktur beschrieben, mit einer Tendenz zu roten gegenüber weißen Weinstilen. Das Liebfrauenthal wird mit fruchtigen Weinen, gepufferter Säure und mittlerem Körper verbunden; bei Weißweinen stehen gelbfruchtige, bei Rotweinen rotfruchtige Noten im Vordergrund.
Geschichte
Gimbsheim wurde 767 erstmals im Lorscher Codex dokumentiert. Historische Aufzeichnungen nennen den Ort bereits in den Jahren 766 und 770 unter Formen wie Gimminsheim und verweisen ab 766 wiederholt auf Schenkungen an das Kloster Lorsch.