Ort · Rheinhessen

Framersheim

Lage und Landschaft

Framersheim ist eine ländliche Gemeinde in Rheinhessen im Landkreis Alzey-Worms und gehört zur Verbandsgemeinde Alzey-Land. Das Dorf liegt im Selztal am Fuß des 273 Meter hohen Hornbergs. Die bebaute Fläche befindet sich auf etwa 150 bis 170 Metern Höhe, während das Gemeindegebiet vom Selzbett auf rund 145 Metern bis zum Hornberg mit 272,6 Metern reicht.

Rheinhessen ist von Hochflächen, sanften Hügeln und Niederungen geprägt. Das Klima gilt als warm und trocken; für das Weinbaugebiet werden im Jahresmittel etwa 9,9 °C, rund 500 Millimeter Niederschlag und während der Vegetationsperiode 14,6 °C angegeben. Die Landschaft besteht aus tertiären und quartären Sedimenten wie Kalk, Mergel, Ton, Sand, Kies und Löss.

Weinbau in Framersheim

Von der etwa 960 Hektar großen Gemeindefläche entfallen rund 350 Hektar auf Weinberge. Diese gehören zum Weinbaugebiet Rheinhessen, Bereich Nierstein und Großlage Petersberg. Angebaut werden unter anderem Riesling, Silvaner, Burgundersorten, Huxelrebe, Kerner und Siegerrebe. Framersheim ist historisch zudem für Rotweinlagen bekannt.

Die Weinlagen

Zu den drei Einzellagen zählen Framersheimer Hornberg, Framersheimer Kreuzweg und Framersheimer Zechberg. Der Hornberg umfasst etwa 115 Hektar, liegt auf 170 bis 200 Metern Höhe und weist nach Nordwesten bis Westen. Sein tiefer, kalkhaltiger Tonmergel wird als Mergel-Pelosol eingeordnet; die daraus beschriebenen Weine sind vollmundig, dicht und reich, mit moderater Säure und reifer Frucht.

Der Kreuzweg besitzt tiefe, fruchtbare und kalkhaltige Löss-Pararendzinen mit hoher Wasserspeicherfähigkeit und guter Durchwurzelbarkeit. Die dort beschriebenen Weine werden als feinfruchtig, schlank und erfrischend charakterisiert, mit Noten von Apfel, Pfirsich, Birne und Zitrus. Der Zechberg erstreckt sich über etwa 74 Hektar auf 150 bis 200 Metern Höhe und ist nach Südwesten ausgerichtet. Auch hier prägen tiefe, kalkhaltige Tonmergel die Böden und werden mit vollmundigen, dichten und reichen Weinen mit moderater Säure und reifer Frucht verbunden.

Geschichtliche Bezüge

Framersheim wurde erstmals 769 in einer Schenkungsurkunde erwähnt. Die Weinbaugeschichte nennt außerdem einen Weinberg in Framersheim, der 775 dem Kloster Lorsch geschenkt wurde. Der Zechberg ist 1303 als „Zechberc“ belegt; der Name verweist auf einen Zusammenschluss von Grundstückseigentümern zur Bewirtschaftung eines Weinbergs. Der Kreuzweg erschien 1671 unter der Bezeichnung „loures Kreitz“, die sich auf ein Wegekreuz beziehungsweise Lahrskreuz bezieht.

Ausgewählte Weine

Wein aus dem Anbaugebiet Rheinhessen