Lage im Kochertal
Forchtenberg liegt in Württemberg. Das Gemeindegebiet erstreckt sich am Kocher bis an die westliche Grenze des Hohenlohekreises und steigt beiderseits des Flusses zu den umliegenden Hochflächen an. Die historische Stadt liegt am Bergsporn zwischen Kocher- und Kupfertal; die nach Süden ausgerichteten Kochertäler werden als sonnige Hänge beschrieben.
Geologie und Landschaft
Forchtenberg liegt westlich des Assamstädter Schilds und wird vom Niedernhaller Bruch beeinflusst. Abgesenkte Gesteinsschichten legen bei etwa 340 bis 350 Metern wasserhaltende Lettenkeuper-Tone frei, die stellenweise von Löss oder Lösslehm bedeckt sind. Seitentäler schneiden durch Keuperschichten bis in den Muschelkalk und bilden steile, enge Talabschnitte.
Historische Entwicklung und Weinbau
Forchtenberg entwickelte sich im 13. Jahrhundert unterhalb einer von Konrad von Dürn errichteten Burg, die bis 1234 fertiggestellt wurde. Eine Urkunde von 1298 bezeichnete die Siedlung als Stadt. Landwirtschaft, insbesondere Weinbau, war ein wichtiger Wirtschaftszweig: Für 1722 sind 404 Morgen Rebfläche belegt, Weinbau und eine Weinpresse bereits seit dem frühen 14. Jahrhundert. Der Burgkeller wurde 1680 für größere Fässer zur Aufnahme des Weinzehnten erweitert.
Einzellage Flatterberg
Der Flatterberg ist als Einzellage mit den Bezeichnungen „Ernsbacher Flatterberg“ und „Forchtenberger Flatterberg“ im Weinbaugebiet Württemberg, im Bereich Kocher–Jagst–Tauber und in der Großlage Kocherberg eingetragen.