Lage und Landschaft
Bornich ist eine Gemeinde auf einer rechtsrheinischen Hochfläche oberhalb des Mittelrheins und liegt auf einem Ausläufer des Taunus. Zum Gemeindegebiet gehören das Loreley-Plateau und die Siedlung Loreley. Die mit Bornich und St. Goarshausen verbundenen Weinberge liegen an steil zum Rhein abfallenden, süd- bis südwestlich ausgerichteten Hängen. Ihre Böden bestehen aus verwitterter Grauwacke und Schiefer.
Weinbau am Loreley-Bereich
Die Einzellage Rothenack liegt in Bornich und gehört zum Loreley-Bereich der Weinbauregion Mittelrhein. Unter dem Namen Bornicher Rothenack werden 3,3 Hektar geführt. Insgesamt umfassen die Weinberge in den Gemarkungen Bornich und St. Goarshausen 5,5 Hektar, davon wurden 4,5 Hektar 1974 zusammengelegt. Der Rebsatz besteht zu 78 Prozent aus Riesling, gefolgt von Müller-Thurgau und Spätburgunder mit jeweils 7 Prozent sowie Kerner, Regent und Grauburgunder.
Weine und Ausbau
Die Weine werden als jung, frisch und rassig beschrieben, mit von Schiefer geprägter Frucht. Das Sortiment umfasst trockene, feinherbe und süße Weine. Für die Lage Rothenack sind unter anderem trockener Rivaner, feinherber Johanniter und Riesling, feinherber Regent, trockener Grauburgunder sowie Riesling Beerenauslese dokumentiert. Der Loreley Riesling Sekt wird durch Flaschengärung und Rütteln ausgebaut.
Historische Bezüge und Herkunftsbezeichnung
Eine Urkunde von 1138 verzeichnet die Schenkung zweier Weinberge aus dem Bornicher Raum an das Kloster St. Goar. Der Weinbau in Bornich lässt sich bis 1245 zurückverfolgen. Bornich gehört zum rechtlich abgegrenzten geschützten Ursprungsgebiet Mittelrhein, unter dessen geschützter Bezeichnung unter anderem Qualitätswein, Prädikatswein, Sekt b.A. und Qualitätsperlwein b.A. geführt werden.