Lage und Landschaft
Barbaresco ist eine 7,76 km² große Gemeinde in der Provinz Cuneo in Piemont. Sie liegt in der unteren Langhe und umfasst Hänge, Kammstraßen, den Bereich Rocche di Barbaresco sowie flachere Flächen am Tanaro. Die Gemeinde liegt durchschnittlich 274 Meter über dem Meeresspiegel und grenzt an Alba, Treiso, Neive, Castagnito und Guarene.
Weinbau
Die Rebflächen der Barbaresco-DOCG müssen an Hängen liegen; Talsohlen, feuchte, flache, unzureichend besonnte und nach Norden ausgerichtete Lagen sind ausgeschlossen. Die Böden sind tonig, kalkhaltig oder eine Kombination beider Bodenarten. Die Rebflächen dürfen höchstens 550 Meter über dem Meeresspiegel liegen. Für neu registrierte oder wiederbepflanzte Weinberge gelten mindestens 3.500 Rebstöcke je Hektar, als traditionelles Erziehungssystem ist der Spalierbau mit Guyot-Schnitt vorgeschrieben.
Barbaresco DOCG
Barbaresco DOCG wird ausschließlich aus Nebbiolo erzeugt; als wichtigste lokalen Klone werden Michet, Lampia und Rosé genannt. Der Standardertrag liegt bei höchstens 8 Tonnen je Hektar, die Trauben müssen mindestens 12,00 Volumenprozent natürlichen Alkohol aufweisen. Der fertige Rotwein muss mindestens 12,5 Volumenprozent Alkohol enthalten. Er zeigt sich granatrot mit orangefarbenen Reflexen und wird als trocken, voll, fein, samtig und angemessen tanninhaltig beschrieben. Die Mindestlagerzeit beträgt 26 Monate, davon mindestens neun Monate im Holz; für Barbaresco Riserva sind 50 Monate Kellerlagerung vorgeschrieben.
Geschichte und Bezeichnung
Die Bezeichnung Barbaresco wurde 1966 als DOC und 1980 als DOCG anerkannt. Das DOCG-Gebiet umfasst die gesamte Gemeinde Barbaresco sowie Neive, Treiso und den festgelegten Bereich San Rocco Seno d’Elvio der Gemeinde Alba. Zusätzliche geografische Angaben werden für Barbaresco seit 2007 verwendet. Die Gemeinde wurde am 31. Dezember 1798 gegründet; Treiso, früher ein Ortsteil von Barbaresco, wurde nach einem Referendum von 1957 selbstständig.