Lage und Landschaft
Aub liegt im südlichen Teil des Landkreises Würzburg in Unterfranken, Bayern, und gehört zur Region Franken. Die Gollach ist das wichtigste benannte Gewässer. Das Gemeindegebiet erstreckt sich auf etwa 5,2 Kilometer von Norden nach Süden. Insgesamt sind die Höhenunterschiede gering, am Südrand fällt das Gelände jedoch steil in das Gollachtal ab.
Geologischer Untergrund
Unter Teilen des Gebiets liegt Mittlerer Muschelkalk mit wechselnden Lagen aus Mergel- und Tonstein sowie Dolomit und dolomitischem Kalkstein. Nahe der Oberfläche kommen evaporitische Rückstandsgesteine vor; in größerer Tiefe treten Gips, Anhydrit und örtlich Steinsalz auf. Die Böden des Kartenblatts Aub entwickelten sich aus Muschelkalksubstraten.
Geschichte und Weinbau
Der Siedlungsname Lemberheim ist in einer Urkunde aus der Zeit um 760 bis 799 belegt und wird ab 1303 mit Aub in Verbindung gebracht. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts bestand der Name vor allem als Flurname fort; als benannter Ort blieb die Lämmermühle bei Aub dokumentiert.
Oberhalb der Lämmermühle wurde an einem nach Süden ausgerichteten Hang historisch Weinbau betrieben. Ein Wiederbelebungsversuch in den 1980er-Jahren blieb erfolglos; auf den früheren Weinbergterrassen stehen heute Bäume und liegen Wiesen. Lämmerberg ist im bayerischen Weinbergsverzeichnis als zulässige Weinbergbezeichnung für Aub im Maindreieck des fränkischen Qualitätsweinbaugebiets eingetragen. Die Bezeichnung darf nur für Qualitäts- und Prädikatswein verwendet werden; mindestens 85 Prozent der Trauben müssen aus dem angegebenen geografischen Bereich stammen, außerdem ist eine amtliche Prüfnummer erforderlich.