Lage und Landschaft
Altenahr liegt im Ahrtal am nordwestlichen Rand des Ahrgebirges in der Eifel, zwischen Bonn und Koblenz. Die Ahr hat sich hier tief in die Eifelhochfläche eingeschnitten und ein enges, gewundenes Tal mit steilen Felswänden geschaffen. Im mittleren Ahrtal erreichen die Felsen etwa 200 Meter Höhe.
Klima und Böden
Das Gebiet um Altenahr gilt als mild und in steilen Weinbergslagen teilweise als gewächshausähnlich. Eifel und Hohe Venn schützen vor Niederschlägen; die jährliche Niederschlagsmenge wird mit etwa 560 Millimetern angegeben. Südlich ausgerichtete Felshänge erwärmen sich bei Sonneneinstrahlung rasch und geben die gespeicherte Wärme nachts allmählich ab. Die Weinbergsböden bestehen vor allem aus devonischer Grauwacke und Schieferverwitterung, im Bereich des Ecks bei Reimerzhoven auch aus Löss und Lösslehm.
Weinlagen
Altenahr gehört zum bestimmten deutschen Qualitätsweinbaugebiet Ahr. Der Altenahrer Eck umfasst rund 22 Hektar, davon sind etwa 9 Hektar bepflanzt. Die süd- bis südostgerichteten Hänge liegen auf etwa 150 bis 260 Metern Höhe; rund 60 Prozent gelten als steil und 40 Prozent als hügelig. Dort werden ungefähr 6 Hektar Spätburgunder und 3 Hektar Riesling genannt. Die Weine werden als feinherb und rassig beschrieben, aus Grauwackelagen als kräftiger und fest strukturiert.
Der Übigberg verteilt sich auf sechs Teilbereiche zwischen Altenahr und Pützfeld. Die bewirtschafteten Flächen sind überwiegend nach Süden ausgerichtet und liegen auf etwa 150 bis 240 Metern Höhe; etwa 80 Prozent der Hänge sind steil und 20 Prozent hügelig. Die bepflanzte Fläche wird mit rund einem Hektar angegeben, vor allem in den Bereichen Altenahr und Roßberg. Genannt werden etwa ein Hektar Riesling und weniger als ein halber Hektar Spätburgunder. Die Weine gelten als samtige Rotweine sowie als feste, strukturierte Weißweine.
Geschichtliche Bezüge
Der Name Altenahrer Eck wird auf den mittelalterlichen Burgkomplex Ekka zurückgeführt, der 1249 abgetragen wurde. Im Westen wird die Weinlage von den Ruinen der Burg Are und im Osten von der Felsformation Ravenley begrenzt. 1834 wurde mit der Eröffnung des ersten preußischen Straßentunnels bei Altenahr die erste Straße durch das Ahrtal von Ahrweiler nach Altenahr fertiggestellt. Die frühere Altenahrer Winzergenossenschaft fusionierte 1982 mit der Genossenschaft in Mayschoß.