Lage und Ortsstruktur
Bruttig-Fankel besteht aus den ehemals selbstständigen Moselorten Bruttig und Fankel. Die Gemeinde liegt am rechten Moselufer zwischen Cochem und Beilstein in der Moselschleife Moselkrampen, die von engen Flussbiegungen und steilen Weinbergshängen geprägt ist. Die Ortskerne liegen auf einer sanft geneigten, moselseitigen Gleithangfläche; an den umliegenden Steilhängen steigen die Weinberge an. Die Region ist im Mosel-Weinbaugebiet gelegen.
Weinbau und Rebsorten
Die Weinlagen von Bruttig-Fankel werden als Steillagen bewirtschaftet. Dazu gehören unter anderem Götterlay, Kapellenberg, Layenberg, Pfarrgarten, Rathausberg und Rosenberg; außerdem wird Martinsborn als lokale Weinlage genannt. Riesling ist die wichtigste Rebsorte der Steillagen. Auf den Gleithanglagen unmittelbar hinter den Siedlungen ist Elbling verbreitet, daneben wird in begrenztem Umfang Rotwein erzeugt.
Weinlagen im Anbaugebiet
Im Weinlagenregister Rheinland-Pfalz 2024 ist die Lage Götterlay in den Gemarkungen Bruttig und Fankel der Großlage Goldbäumchen im Bereich Burg Cochem zugeordnet. Kapellenberg, Layenberg, Rathausberg, Rosenberg und Pfarrgarten gehören dort zur Großlage Rosenhang im Bereich Burg Cochem.
Geschichte
Bruttig wurde erstmals im Jahr 898 urkundlich erwähnt, Fankel etwa um 1100. Beide Siedlungen werden örtlich auf keltisch-römische Ursprünge zurückgeführt. Ein archäologischer Weg verläuft entlang einer alten Verbindung zwischen römischen Fernstraßen. Im Jahr 1969 wurden Bruttig und Fankel zur Gemeinde Bruttig-Fankel zusammengeschlossen.