Lage und Landschaft
Bretzfeld ist eine Gemeinde im Hohenlohekreis in Baden-Württemberg und gehört zur Weinbauregion Württemberg. Die elf benannten Ortsteile liegen zwischen der Hohenloher Ebene und dem Keuperrand der Löwensteiner Berge sowie des Mainhardter Waldes. Das Gemeindegebiet umfasst das Brettachtal und sanft bewegte Weinbergshänge und reicht von etwa 205 bis 515 Metern Höhe. Oberhalb von Geddelsbach verläuft ein geschützter Naturabschnitt der Brettach.
Weinbau in Bretzfeld
Der Weinbau ist in Bretzfeld seit dem 14. Jahrhundert belegt; die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1335. Rund 270 Hektar Rebfläche prägen die Gemeinde, in der der Weinbau in den meisten Ortsteilen eine bedeutende Landnutzung darstellt. Zu den anerkannten Weinlagen zählen unter anderem das Siebeneicher Himmelreich, der Geddelsbacher Schneckenhof sowie Schlossberg und Lindelberg.
Weinlagen und Rebsorten
Der Goldberg ist als „Bretzfelder Goldberg“ dokumentiert; Weine aus dieser Lage werden unter den regionalen Bezeichnungen Württemberg und Hohenlohe vermarktet. Das Siebeneicher Himmelreich liegt oberhalb des Ortes und verfügt über Weinbergwege sowie einen Aussichtspunkt über die Bretzfelder Weinberge. Im historischen Weinberg von Siebeneich werden 221 Reben mit verschiedenen örtlich kultivierten Sorten gezeigt, darunter Riesling, Trollinger, Gutedel, Kerner, Silvaner, Traminer, Schwarzriesling, Spätburgunder, Dornfelder, Lemberger, Helfensteiner und Samtrot.
Entwicklung der Gemeinde
Bretzfeld entstand am 1. Januar 1975 durch den freiwilligen Zusammenschluss mehrerer zuvor selbstständiger Gemeinden. Brettach kam 1977 hinzu. Für die Weine aus dem Gemeindegebiet werden frische, fruchtige Weißweine sowie vollmundige, ausdrucksstarke Rotweine beschrieben. Ein dokumentierter Bretzfelder Goldberg Lemberger ist ein trockener Rotwein, der auf der Maische vergoren und im Edelstahl ausgebaut wird.