Lage und Landschaft
Waldalgesheim ist eine Gemeinde in der Rhein-Nahe-Hunsrück-Region von Rheinland-Pfalz und umfasst den Ortsteil Genheim. Die Gemeinde liegt in der Waldalgesheimer Kalkmulde, einem überwiegend flachen Becken vor dem Binger Wald mit flachen Tal- und Quellmulden. Im Osten und Süden ist die Landschaft von Löss bedeckt und geht ostwärts in das Nahetal über.
Geschichte und Bergbau
Waldalgesheim wird in einer Schenkungsurkunde im Zusammenhang mit dem Kloster Lorsch aus der Zeit um 784 bis 790 erwähnt. Der kalkhaltige Untergrund enthält manganhaltige Brauneisenerze, die bei Waldalgesheim historisch unter Tage abgebaut wurden. Der Bergbau in der Grube Amalienhöhe beziehungsweise Dr. Geier prägte die Gemeinde; durch Bodensenkungen mussten ab dem frühen 20. Jahrhundert Teile des historischen Dorfes aufgegeben werden. Die Grube wurde 1971 geschlossen.
Weinbau
Die Einzellage Roßel liegt in der Gemarkung Genheim und umfasst laut Weinlagenregister 2024 eine bestockte Rebfläche von 3,6 Hektar. Sie ist dem Weinbaugebiet Nahe, dem Bereich Nahetal und der Großlage Schlosskapelle zugeordnet.
Gemeindeentwicklung
Genheim wurde am 7. November 1970 in die Gemeinde Waldalgesheim eingegliedert. Bei der Erneuerung der Binger Befestigungsordnung im Jahr 1552 gehörte Waldalgesheim zu den Dörfern, die in Bingen von der Zollpflicht befreit waren, ausgenommen Wein.