Lage im Saaletal
Uhlstädt-Kirchhasel liegt im mittleren Saaletal der Region Saale-Unstrut. Die Saale durchquert die Gemeinde und prägt die Landschaft. Sie hat sich in die Saale-Sandsteinplatte eingeschnitten und ein steilwandiges, felsiges Tal gebildet. Die Saale-Aue liegt auf etwa 187 bis 190 Metern über dem Meeresspiegel; bei Kirchhasel ist das Tal rund zwei Kilometer breit und verengt sich bei Uhlstädt auf weniger als einen Kilometer.
Hügellandschaften und Weinbaugeschichte
Zur Gemeinde gehören Muschelkalk- und Buntsandsteinlandschaften, darunter der Hexengrund sowie Gebiete bei Groß- und Kleinkochberg. Historische Weinberge lagen an den sonnenexponierten Südhängen des Saaletals bei Kirchhasel, Etzelbach, Uhlstädt und Zeutsch sowie in den Seitentälern von Haselbach und Wiedabach.
Im 15. und 16. Jahrhundert erreichte der Weinbau seine größte Ausdehnung. Für die Kirchhaseler Gemarkung sind rund 40 Hektar Rebfläche dokumentiert. Ab dem 17. Jahrhundert ging der Weinbau zurück und war in den Saaletalbereichen der Gemeinde im 19. Jahrhundert beendet.
Weinbau im Hexengrund und in Uhlstädt
Im Hexengrund, einem Seitental der Saale, lagen historische Weinberge an den sonnenwarmen Südhängen der Muschelkalkhügel, besonders bei Heilingen. Ein Dokument aus der Zeit um 973 belegt Wein aus Heilingen von bemerkenswerter Qualität. Später ging der Weinbau dort zurück, insbesondere nach dem 18. Jahrhundert im Zusammenhang mit Reblaus-Schäden.
In Uhlstädt wurde durch Weinbau Broska ein Weinberg an einem Steilhang neu angelegt. Die Pflanzung entstand 2019 und 2020 auf 0,65 Hektar; angebaut werden Pinotin, Cabernet Blanc und Muscaris. Die Uhlstädter Gemarkung gehört zum rechtlich festgelegten geografischen Gebiet der geschützten Ursprungsbezeichnung Saale-Unstrut.