Ort · Württemberg

Knittlingen

Lage und Landschaft

Knittlingen liegt am Beginn der Kraichgau-Ebene, am Übergang zu den bewaldeten Ausläufern des Strombergs. Das Stadtgebiet umfasst den Übergang zwischen der Kraichgau-Ebene und den unteren Hängen und Vorbergen des Strombergs und gehört zum Naturpark Stromberg-Heuchelberg. Knittlingen liegt in Württemberg.

Weinbau in Knittlingen

Der Weinbau profitiert laut der örtlichen Genossenschaft von einem milden Klima und günstigen Bodenverhältnissen. In den zugehörigen Weinbergsflächen bewirtschaften 122 Mitglieder rund 42 Hektar Reben. Zu den dokumentierten Rebsorten zählen Trollinger, Lemberger, Spätburgunder, Riesling und Gewürztraminer.

Die Reichshalde

Die Knittlinger Reichshalde liegt in einer mittleren Hanglage. Ihr geologischer Untergrund wird dem Mittleren Keuper zugeordnet; als Boden ist kalkreicher Lehm dokumentiert. Die Weinlage wurde 1972 in das amtliche Weinlagenverzeichnis aufgenommen. Eine päpstliche Urkunde von 1259 nennt die Weinlagen Bonnenberg und Reichshalde ausdrücklich.

Geschichte und Weinbereitung

Knittlingen wurde 843 erstmals unter dem Namen Cnudelingen erwähnt. 1148 erwarb das Kloster Maulbronn Rechte an dem Ort und richtete dort einen Verwaltungshof ein. Die Weingärtnergenossenschaft Knittlingen wurde am 5. April 1930 gegründet; zwischen 1958 und 1964 wurden einzelne Weinbergsparzellen unter ihrer Leitung neu geordnet. Seit 2001 werden Trauben aus Knittlingen und Oberderdingen im Oberderdinger Kelterhaus angenommen und getrennt ausgebaut. In einer Vergleichsverkostung wurde ein Spätburgunder der Reichshalde als strukturiert mit anhaltender Säure und kurzem Röstaroma beschrieben, ein Riesling derselben Lage mit kurzem Röstaroma und anhaltender Säure.

Ausgewählte Weine

Wein aus Deutschland