Lage und Landschaft
Kirschroth ist eine Gemeinde in einem Seitental der Nahe, südwestlich von Bad Sobernheim. Sie liegt auf etwa 260 Metern Höhe und ist von sanften Hügeln, bewaldeten Höhenzügen und Weinbergen geprägt.
Weinbau und Flächen
Das Gemeindegebiet umfasst rund 764 Hektar, darunter etwa 80 Hektar Weinberge und 284 Hektar Wald. Im Weinlagenregister 2024 sind Lump und Wildgrafenberg als Einzellagen des Kirschrother Weinbaugebiets verzeichnet. Für Lump werden 32,3 Hektar bestockte Rebfläche ausgewiesen, für Wildgrafenberg 30,8 Hektar. Beide Lagen gehören zum Weinanbaugebiet Nahe, Bereich Nahetal und Großlage Paradiesgarten.
Standorte und Rebsorten
Die Weinberge werden als steile, nach Süden ausgerichtete Hänge beschrieben. Für Kirschroth wird ein niederschlagsarmes Mikroklima genannt. Wildgrafenberg weist sandige, schieferhaltige Lehmböden auf, während Lump mit mineralreichem Terroir und guten Reifebedingungen verbunden ist. Zu den angebauten Rebsorten zählen unter anderem Riesling, Müller-Thurgau, Kerner, Weißburgunder, Grauburgunder, Bacchus, Dornfelder, Regent, Portugieser und Spätburgunder. Dokumentiert sind Rieslinge aus Lump und Wildgrafenberg sowie Scheurebe aus Wildgrafenberg.
Geschichtliche Entwicklung
Kirschroth wurde 1364 in einer offiziellen Gemeindegeschichte erstmals unter dem Namen „Rodde“ erwähnt. Bis ins 20. Jahrhundert war die Landwirtschaft neben dem Weinbau prägend. Seit dem 1. Januar 2020 gehört die Gemeinde nach der Zusammenlegung der früheren Verbandsgemeinden Bad Sobernheim und Meisenheim zur Verbandsgemeinde Nahe-Glan.