Lage und Landschaft
Irsch ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Der Ort liegt zwischen Saarburg und Ockfen im ehemaligen Saartal und gehört zum Naturraum Irsch-Wiltinger Hunsrückrand. Dessen Steilhänge verbinden die Niederungen des Saartals mit dem Hunsrück.
Weinbau an der Saar
Irsch ist eine Weinbaugemeinde im Weinbaugebiet Mosel und im Weinbaubereich Saar. Die amtlich abgegrenzte Einzellage Sonnenberg liegt in der Irscher Gemarkung; außerdem ist dort der Martiner Hofberg ausgewiesen. Die Weinberge der Region umfassen vor allem steile Schieferlagen. An diesen Hängen sorgen hohe Sonnenwerte für günstige Bedingungen, während die Bewirtschaftung arbeitsintensiv ist und häufig Handlese erfordert.
Geschichte des Weinbaus
Irsch wurde zwischen 957 und 960 erstmals als Eweson erwähnt, die heutige Schreibweise Irsch ist seit 1695 belegt. 1787 erhielt die Gemeinde die Genehmigung, einen Teil der Rothecke zu roden und dort Wein anzubauen. Der Winzerverein wurde am 7. November 1897 gegründet. In den Jahren 1901 und 1902 pflanzte das Gut Cloeren 38.000 Rieslingreben am Irscher Hang des Hubertusbergs.
Rebsorten und Weinprofil
Während des Dreißigjährigen Krieges galt Kleinberger in Irsch als bevorzugte Rebsorte. Ab dem 18. Jahrhundert verdrängte Riesling diese Sorte zunehmend und war im Irscher Weinbaugebiet zu Beginn des 20. Jahrhunderts vorherrschend. Das Anbaugebiet Mosel erzeugt trockene, halbtrockene, edelsüße und schäumende Weine. Irsch gehört zudem zu den Gemeinden, deren abgegrenzte Weinberge Wein mit der geschützten geografischen Angabe Landwein der Saar hervorbringen dürfen.