Ort · Rheinhessen

Oppenheim

Oppenheim in Rheinhessen

Oppenheim ist eine Weinbaustadt am Rhein in der Region Rheinhessen. Die erhöhte Lage über dem Fluss prägt auch den historischen Namen der Weinlage Sackträger: Ihre Arbeiter trugen Waren vom Rhein bergauf. Der Weinbau ist seit 765 belegt, als Weinberge im Oppenheimer Raum dem Kloster Lorsch geschenkt wurden.

Lage und Böden

Für Oppenheim werden für den Zeitraum 1992 bis 2020 durchschnittlich 1.970 Sonnenstunden pro Jahr angegeben. Der Herrenberg beginnt oberhalb der Stadt an der Landskron und zieht sich am Hang nach Süd-Südosten. Dort kommen Kalkstein sowie tiefe, vergleichsweise nährstoffarme Böden vor. Der Kreuz ist von Mergel und kalkhaltigen Lehmen und Sanden geprägt, während der Schloßberg flach bis mitteltief, sehr kalkhaltig, steinig und sandig ist.

Rebsorten und Weinstil

Für den Oppenheimer Herrenberg werden Riesling, Grauburgunder, Weißburgunder und Silvaner als geeignete weiße Rebsorten genannt. Die Weine gelten dort als mineralisch; die Trauben reifen langsam und verfügen über ein beachtliches Reifepotenzial. Im Sackträger wachsen Riesling, Silvaner, Gewürztraminer und Spätburgunder. Der Kreuz ist mit Riesling und zunehmend auch mit Spätburgunder bepflanzt.

Weinbau und Einordnung

Die Staatliche Weinbaudomäne Oppenheim wurde 1895 von Ernst Ludwig, Großherzog von Hessen und bei Rhein, gegründet und besitzt heute 23 Hektar Rebfläche, darunter die Lagen Herrenberg und Sackträger. Oppenheim gehört zur geschützten Ursprungsbezeichnung Rheinhessen. Die Lagen Herrenberg, Kreuz, Sackträger, Schloßberg, Schützenhütte und Zuckerberg sind der Unterregion Nierstein zugeordnet.

Ausgewählte Weine

Wein aus dem Anbaugebiet Rheinhessen