Ort · Pfalz

Neuleiningen

Lage und Landschaft

Neuleiningen ist eine Gemeinde im Landkreis Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz und gehört zur Verbandsgemeinde Leiningerland. Der Ort liegt am nordöstlichen Rand des Leininger Sporns, wo das Buntsandstein-Hochland des Pfälzerwaldes in die nördliche Oberrheinebene übergeht. Die historische Siedlung befindet sich auf einem Bergsporn am Ausgang des Eckbachtals; die Weinberge ziehen sich an den Hängen in Richtung Rheinebene.

Klima und Weinlagen

Neuleiningen gehört zum Weinbaugebiet Pfalz. Für die Region werden eine mittlere Jahrestemperatur von etwa 10 °C, eine mittlere Temperatur der Vegetationsperiode von 14,7 °C und rund 655 Millimeter Jahresniederschlag angegeben. Die Temperaturen nehmen vom Haardtrand zur Rheinebene im Allgemeinen zu; während der Vegetationsperiode erreicht die direkte Sonneneinstrahlung etwa 665.000 Wh/m².

Das Weinlagenverzeichnis führt Neuleiningen Feuermännchen, Neuleiningen Schloßberg und Neuleiningen Sonnenberg als Einzellagen innerhalb der Großlage Höllenpfad. Die bestockten Flächen im Neuleininger Gemarkungsbereich umfassen 21,8 Hektar am Feuermännchen, 10,3 Hektar am Schloßberg und 27,6 Hektar am Sonnenberg.

Böden und Weine

Der Leininger Sporn besteht aus stark herausgehobenem Buntsandstein. Für den Schloßberg werden Lössauflagen mit örtlichen kalkhaltigen Toneinlagerungen über tertiärem Kalkstein sowie gelockerte Kalksteinschichten in tonig-lehmigem Untergrund beschrieben. Das Feuermännchen ist durch Kalkmergel, Löss und Sandstein geprägt, der Sonnenberg durch kalkhaltigen Muschelkalk und Kalkmergel am Unterhang.

Am Feuermännchen sind Riesling, Grauburgunder, Weißburgunder, Chardonnay und Gewürztraminer dokumentiert. Für den Schloßberg sind Riesling und Chardonnay belegt. Der Sonnenberg umfasst dokumentierte Anpflanzungen und Abfüllungen von Auxerrois, Spätburgunder, Schwarzriesling, Riesling, Grauburgunder und Sauvignon Blanc. Eine Preisliste von 2023 nennt trockene Weine aus Feuermännchen, Schloßberg und Sonnenberg.

Geschichte

Burg und Stadtmauer wurden zwischen 1238 und etwa 1250 von Friedrich III. von Leiningen errichtet. Stadtrechte sind seit 1371 dokumentiert. Während des Pfälzischen Erbfolgekriegs wurde die Burg 1690 durch Explosionen wehruntauglich; 1941 gelangten die Ruinen als Schenkung an die Gemeinde.

Ausgewählte Weine

Wein aus dem Anbaugebiet Pfalz